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Women's Cooperation International

India

Indien - Sultaniya

ein Brunnen für ein Dorf in Indien

Freunde von uns haben die Frauen in Sultaniya – einem kleinen Dorf im Norden Indiens - kennen gelernt und sie haben gesehen, wie weit die Frauen das Wasser tragen müssen – und sie haben uns – nach Wien zurückgekehrt – davon erzählt.
Sie hatten 2006 unsere einmalige Intervention in Kenia (siehe Button Kenia) finanziell unterstützt und meinten nun, ob es nicht möglich wäre, ebenfalls in einer ähnlichen Aktion den Frauen von Sultaniya zu helfen: ihnen das zu geben, was sie am dringendsten brauchen. Einen Brunnen.

Im Februar 2008 war es so weit: wir hatten durch private Foerderer das Geld zusammen, um in Sultaniya einen Brunnen graben zu lassen. Riesige Maschinen fuhren auf und gruben: von 15 Uhr am Nachmittag bis 2 Uhr in der Nacht. Fast alle Bewohner des Dorfes waren anwesend. Die Spannung war gross. Kommt hier an der Stelle, die von einem alten Mann des Dorfes gezeigt wurde, tatsaechlich Wasser? Die Menschen gingen in den nahegelegenen Tempel, um zu beten. Es wurde sehr kalt und die Maenner machten ein Feuer, damit wir uns alle waermen konnten. Die Spannung war fast nicht auszuhalten..... bis die erste feuchte Erde aus dem Bohrer kam ...mit ihr Traenen in den Augen Vieler. Bereits zwei Tage spaeter war der Brunnen eingefasst, betoniert, mit einer Handpumpe versehen - und das Glueck der Menschen - vor allem der Frauen, die das Wasser ja tragen muessen - war sehr beruehrend.

Gluecklicherweise blieb noch Geld uebrig und so konnten wir von Women's Cooperation einem weiteren grossen Beduerfnis der Frauen in Sultaniya nachkommen: Es gibt eine kleine Dorfschule. Sie hat nichts ausser einem Gebaeude. Fuer uns nicht vorstellbar, dass die Kinder im Winter auf dem eiskalten Betonboden sitzen ....in Sultaniya tun sie es ... Kurzerhand wurden Tischler aufgesucht, die guenstigsten Offerte eingeholt und insgesamt 35 Tische und 35 Baenke fuer die vier vorhandenen Schulraeume angefertigt. Der Stolz der Kinder, auf richtigen Baenken zu sitzen und Tische vor sich zu haben, ist unbeschreibbar. Gleichzeitig konnten wir Weltkarten, Landkarten aus Indien und andere Lehrbehelfe, aber auch Fussbaelle u.a. nach Ruecksprache mit dem Leiter der Schule zur Verfuegung stellen.

Dank unserer Freunde in Wien war noch etwas Geld vorhanden und so konnten wir auch dem Wunsch der Frauen nach Schuhen nachkommen..... 226 Frauen leben in Sultaniya. Die meisten gehen barfuss oder sie haben unbeschreibliche Dinge an den Fuessen, um sich in der kalten Jahreszeit vor der Kaelte zu schuetzen... Unser Freund und Projektleiter Suresh half uns, Kontakt zu einer Schuhfirma in Jaipur aufzunehmen und der Besitzer der Schuhfabrik wiederum half uns, indem er uns 226 Paar Schuhe zu einem sehr guenstigen Preis ueberliess. Jetzt haben die Frauen in Sultaniya Schuhe an den Fuessen und Wasser im Dorf und sie sind sehr gluecklich.

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