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Mwakuni in den Taita Hills in Kenia Wie es begann: Eine Freundin, mit einem Mann aus den Taita-Hills in Kenia verheiratet, erzählte von den Frauen in Mwakuni. Von ihrer Betroffenheit. Von ihrem Gefühl der Hilflosigkeit. Von dem absoluten Nichts, vor dem die Frauen stehen. So begann unser Projekt in den Taita Hills. Die Geschichte von Mwakuni
Mwakuni liegt in der prachtvollen, naturbelassenen und vegetationsreichen Bergkette der „Taita-Hills“ und entstand vor rund 80 Jahren, nachdem die Dorfältesten beschlossen hatten, in das geschützte Berggebiet abzuwandern. Bis dahin lebten die Bewohner über mehrere Generationen am Fusse der „Taita-Hills“. Wann immer die Menschen dort mit der Landwirtschaft „Ertrag“ einfuhren, wurden sie überfallen, ausgeraubt und vertrieben. So entstand die Siedlung „Mwakuni“ in rund 2.200 m Höhe, zu der im Laufe der Jahre auch eine Sandstrasse angelegt wurde. Realisierte Massnahmen durch Women’s Cooperation
24 Frauen von Mwakuni haben sich zu einem Kreis zusammengeschlossen. Sie nennen sich „Upendo Women’s Group“ (Upendo=Glück) und haben begonnen, im Selbsthilfeverfahren in eine gemeinsame Kasse einzuzahlen – pro Frau pro Monat 10 Kenia-Shilling – was 0,10 Euro entspricht.
Da in Kenia die Preise nicht sehr niedrig sind, ist offenkundig, dass sehr sehr lange gespart werden muss, um Anschaffungen wie gemeinsame Werkzeuge etc. zu tätigen. Aber immerhin ist das gemeinsame Bemühen vorhanden.
In der Folge wurden mit den Frauen Verantwortlichkeiten für die einzelnen Anschaffungen festgelegt, Termine vereinbart, Listen der Notwendigkeiten und Kalkulationen erstellt etc. Somit begannen wir schon am nächsten Tag – in nicht schilderbaren Aktionen – die Materialien zu kaufen und bereits zwei Tage später wurde sämtliches Material, das zum Bau eines Ziegenstalles notwendig ist (incl. Zement), von den Frauen den Berg hinaufgetragen. Eine Woche später war der Ziegenstall fertig. Als nächstes wurden Ziegen gekauft. Milchziegen. Die begehrt und nicht einfach zu haben sind. Lange Wege und viele Verhandlungen waren dafür notwendig. Aber: Am Ende unseres Aufenthaltes hatten wir 7 Ziegen (2 Ziegenböcke, 5 Milchziegen). Sie konnten in den bereits fertigen Stall einziehen und bilden somit eine Grundlage für eine Zucht und die Garantie, genügend Milch für die Kinder zu haben. Auch der Kauf der Arbeitsgeräte (Hacken, Macheten, Schaufeln etc.) war spannend, aufregend, mühsam. Es wurden Preisvergleiche angestellt, Diskonte verhandelt, gekauft, und alles von den Frauen mühsam den Berg hinaufgetragen. Für den Kauf der Samen mussten wir nach Wundanyi fahren. Einer Stadt, die auf etwa 2.000 Höhenmeter liegt. Der Kauf der Samen in Wundanyi schien den Frauen besonders wichtig. Als Argument wurde vorgebracht, dass dieser Ort fast auf der gleichen Höhe liegt wie ihr Dorf Mwakuni, weshalb der Samen besonders gut ist. Der Samen, der aus der Ebene kommt, könnte auf 2.200 m nicht so gut gedeihen. (Als ich auf der Packung der Tomaten-Samen und der Zwiebel-Samen den Vermerk „Produced in Holland“ sah, lächelte ich nur für mich ganz alleine…) Aber immerhin: wir kauften 50 kg Mais-Samen, 30 kg Bohnen-Samen – und wieder mussten die Frauen alles am Kopf den Berg hinauftragen … Die Besorgung all dieser Dinge war aufregend und spannend – alle Verantwortlichkeiten wurden von den Frauen – wie in unserer ersten gemeinsamen Besprechung vereinbart – präzise wahrgenommen und die Freude war unendlich. Am letzten Tag unseres Aufenthaltes trafen wir nochmals alle zusammen und zogen Resumee. Aus der gemeinsam erstellten Liste waren – bis auf zwei - alle Punkte erledigt und umgesetzt. Offen blieben: die (Wieder-) Instandsetzung der Schule und die Wiederinstandsetzung der Strasse. Die (Wieder-) Instandsetzung der Schule wurde von einem Freund, Christian Kirchmair, der ebenfalls nach Mwakuni kam in Eigenverantwortung übernommen. Unter www.people-together.com können Sie sich darüber informieren. Die Wiederinstandsetzung der Strasse: Obwohl von den Frauen berichtet wurde, dass für die Wiederinstandsetzung der Strasse die Zusage der Regierung vorhanden sei, dass Maschinen etc. kostenlos zur Verfügung gestellt würden und „nur“ das Geld für Benzin offen sei, schien uns dieses Anliegen zwar verständlich aber im Umfang zu gross bzw. unrealistisch. Dies wurde unsererseits ganz offen den Frauen am letzten Tag mitgeteilt.
Zusammenfassung:
Es war unvergesslich, welche Freude bei den Frauen zu spüren war.
Links: . Christian Kirchmair - www.people-together.com
Fotos: . Zu den Fotos
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