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Women's Cooperation International

Sri Lanka

Women’s Cooperation International wurde 2002 gegründet und alles begann in Sri Lanka.

Mütter von Vorschulkindern fragten bei Kathrin Messner an, ob nicht auch sie eine Ausbildung bekommen könnten. So wurde „Women’s Cooperation International“ gegründet. Frauen aus dem kulturellen und sozialen Berufsumfeld in Wien taten sich zusammen, um im Sinne der internationalen Frauensolidarität eine Basis zu schaffen, die es ermöglicht, Frauen in der so genannten Dritten Welt ein wenig von dem zu geben, was für uns in der so genannten westlichen Welt alles so selbstverständlich geworden ist.

Es war uns Gründerinnen klar, dass es nur ein Tropfen auf den wahrhaft heißen Stein sein kann ….aber zu einem Tropfen können ja auch andere hinzukommen….. das war unsere Hoffnung … und wir wussten, dass wir alle gute Freunde haben, die uns helfen werden … und wir wussten auch, dass wir selbst über viel Kraft verfügen und den Willen haben, etwas bewegen zu wollen und zu können.

Das taten wir.

Alles hatte so gut begonnen. Dann kam der Tsunami. Auch er ist inzwischen Vergangenheit, mit samt seinen Folgen.
Dank vieler Freunde, dank der Unterstützung durch die Stadt Wien (wobei namentlich der Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Harry und Brigitte Kopietz sowie Renate Brauner hervorzuheben sind) aber auch durch großen persönlichen Einsatz konnte sich Women’s Cooperation International in Sri Lanka sehr gut entwickeln.
Es konnte ein Projekt entstehen, das auf viele Jahre angelegt ist und sich voll den Frauen in der Region zwischen Ahungalla und Ambalangoda widmet. Kathrin Messner und Joseph Ortner von der one world foundation sei hier besonders für die Unterstützung gedankt.

Women’s Cooperation International in Ahungalla – drei Schulklassen für Frauen

Auf dem neuen Schulgelände der one world foundation in Ahungalla (Architekt: Carl Pruscha) konnten mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien drei Schulklassen für Mädchen und Frauen errichtet werden.
Die hohe Qualität der free school der one world foundation garantiert Women’s Cooperation International sowie den Frauen, die diese drei Schulklassen besuchen, eine gute Ausbildung in Nähen und Handarbeiten (wie Wetekeja, Batik etc.) sowie vielen Mädchen und Frauen die Unterstützung in Computer-Ausbildung und Musikunterricht. Der Unterricht endet jeweils nach einem Jahr mit einem Zertifikat, das den Frauen den Einstieg in das Berufsleben ermöglicht oder sie befähigt, durch das Erlernte eigene Produkte zu fertigen und diese selbst zu verwenden oder zu marktgerechten Preisen in den Handel zu bringen.

Women’s Cooperation International in Walitera – ein Zentrum für Frauen

Ursprünglich wurde das Haus in 290, Galle Road in Walitera nach dem Tsunami als Provisorium angemietet, um den Frauen – vor der Fertigstellung der neuen Schule in Ahungalla – eine Möglichkeit des Zusammenseins zu geben.

Da es in Sri Lanka kulturell nicht üblich ist, dass Frauen sich außerhalb des Hauses treffen, es also auch keine entsprechenden Angebote gibt, hat sich dieses Haus in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum entwickelt, das die Frauen nicht mehr missen möchten. Frauen im Alter zwischen dzt. 17 und 58 Jahren beleben dieses Haus, das sie – mehr oder weniger - in eigener Verantwortung führen.

  • Die Aktivitäten in Walitera sind so vielfältig, dass nur einige genannt werden können:

  • Bibliothek und Zeitungsabonnements (endlich haben die Frauen Zugriff auf Lesestoff) 

  • Medizinische Vorträge (z.B. wie Krankheiten verhindert werden können) 

  • Unterweisung in Sticken und Woll(!)verarbeitung 

  • Unterweisung in Kochen und Backen 

  • Vorträge über Körperpflege und Schönheitstipps (wie wickle ich den Sari richtig?, Wie werden die Haare richtig geölt? Welches Öl ist das beste dafür? usw.) 

  • einmal im Monat gemeinsame Meditation am Vollmondtag - unter Anleitung einer weiblichen buddh. Mönchin 

  • gemeinsame Ausflüge u.v.a.m.

Wir besitzen inzwischen gute Nähmaschinen, einen Kühlschrank und einen Backofen. Es ist schön, zu beobachten, wie gut sich die Frauen selbst organisieren können und es ist eine Freude, zum Beispiel den Plan zu sehen, wann welche Frau in unserem Backofen einen Kuchen für die Familie bäckt, denn: zuhause haben 99 % der Frauen offenes Feuer. Das verblüfft viele Menschen in der so genannten westlichen Welt.

2009 haben die Frauen des Frauenzentrums in Walitera sich selbst organisiert und einen eigenen Verein gegründet.
Das hat uns Frauen vom Vorstand der "Women's Cooperation International" in Wien sehr gefreut, zeigt es doch die Stärke der Frauen und ihr Interesse an selbstbestimmtem Leben. Und das unterstützen wir gerne.

2011 schien unser "Kind in Sri Lanka" erwachsen zu sein.
Es war keine leichte Entscheidung, aber:
Kinderschuhen Entwachsenen soll man neue Möglichkeiten schaffen und sie nicht, nur weil es für alle leichter wäre, im Status der "Gewohnheiten" halten.
Und das taten wir:
Von März bis Oktober 2011 erhielten die 17 aktivsten Frauen des seit 2009 in Sri Lanka eigenständigen und in Sri Lanka angemeldeten Vereins "Women's Cooperation" von uns Frauen in Wien die Möglichkeit, sich eine selbständige Existenz zu gründen:
Begleitet von berufserfahrenen Managern aus Sri Lanka lernten sie, einen eigenen Shop zu gründen und zu verwalten, "Werbung" für ihre Produkte zu machen etc.
Und wie es frauensolidarisch gesehen lobenswert ist, nahmen die einzelnen Frauen jeweils einige der jungen Mädchen aus dem gemeinsamen Haus in Walitera mit in ihre neue Selbständigkeit.
Neben einem kleinen "Startkapital" wurden den Gründerinnen auch im Haus vorhandene Gerätschaften wie Kühlschrank, Küchengeräte, Tische, Bänke etc. als "Einstandsgeschenk" von "Women's Cooperation International" - also eigentlich ihrer Mutter - mitgegeben. So gibt es nun in der Umgebung von Walitera in Sri Lanka Frauen, die mit Stolz Gebäck produzieren und verkaufen, Suppenstände eröffnet haben, kleine Nähgeschäfte führen und anderes mehr.
Aus einem Baby wurde eine erwachsene Frau - ein schöner Abschluss eines Projektes.

Die drei Schulklassen für Frauen in der one world foundation in Ahungalle laufen noch bis 31.12.2012.

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